Aktuelles

 

Hier erfahrt Ihr Neuigkeiten aus dem Vereinsleben, vor allem Berichte über laufende Aktivitäten und Projekte sowie gemeinsame Unternehmungen. Über Kommentare und Anregungen freut sich der Vorstand sehr.

 

 

Einladung zum zweiten Platt- und Mundarttreff

Nach regem Austausch beim ersten Platt- und Mundarttreff im April dieses Jahres setzt unser Heimatverein die Reihe fort und lädt herzlich

ein am:

 

Dienstag, 30. Juni 2026, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr

Alte Schule (Rabanus-Maurus-Str. 6 in  Petersberg)

 

„Ei Guude, ihr Lüüt. Ess‘ wär jetzt ändlich so wiiet, zu onserm Träffe in de oll Schul om Pedeschbäch.“ Freut euch auf einen lockeren Austausch in Platt/Mundart oder auch in Hochdeutsch bei Kaffee und Kuchen. „Mir mon eifach eweng on logger mit de Lüüt babbel.“ Auf eure Teilnahme freut sich der Heimatverein Petersberg. „Ban ihr komme tät, würde mir ons rächt freue.“

 

 

30 Jahre Klappern und ein emotionaler Abschied

Die diesjährige Jahreshauptversammlung unseres Heimatvereins stand ganz im Zeichen zweier besonderer Momente: dem emotionalen Abschied von Theo Bott aus dem Vorstand und dem Rückblick auf das 30‑jährige Jubiläum des Osterklapperns, das 2025 ein herausragendes Kapitel der Vereinsgeschichte markierte. Zahlreiche Veranstaltungen, ein Zuwachs an Mitgliedern und ein reges Vereinsleben prägten das vergangene Jahr. Als Ehrengast konnte der 1. Beigeordnete der Gemeinde Petersberg, Hartwig Blum, als Vertreter der Bürgermeisterin begrüßt werden.

 

Mit spürbarer Rührung verabschiedete der Verein sein langjähriges Vorstandsmitglied Theo Bott, der nach vielen Jahren als stellvertretender Vorsitzender nicht erneut kandidierte. Vorsitzender Michael Kircher würdigte ihn mit Worten, die die Bedeutung seines Engagements eindrucksvoll zusammenfassten: „Einen wie den Theo – den wünscht man sich einfach als Stellvertreter.“ Seit seinem Eintritt in den Verein im Jahr 2011 hat Bott nahezu jedes große Projekt des Vereins geprägt. Ob Turmuhr‑Renovierung der Liobakirche, Backhaus‑Neubau, Weihnachtsmarkt‑Organisation, Restaurierung der Terracotta‑Figur an der Liobakirche oder zahlreiche weitere Initiativen – Theo Bott war stets da, wo er gebraucht wurde. Er war Motor, Mitgestalter, verlässliche Stütze und Herz des Vereins. Kircher brachte es auf den Punkt: „Du bist einfach eine Instanz.“ Als Zeichen der Wertschätzung erhielt Bott ein persönliches Geschenk – verbunden mit der Einladung, dem Verein weiterhin verbunden zu bleiben. Und das hat er zugesagt: Auch ohne Amt bleibt er dem Heimatverein erhalten.

 

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres 2025 war das 30‑jährige Jubiläum des Osterklapperns, einer Tradition, die der Heimatverein 1995 wiederbelebt hat. Mit 104 Kindern erreichte die Beteiligung erneut beeindruckende Dimensionen. Besonders geehrt wurde Felix Gaul, der seit der Wiederaufnahme der Tradition ununterbrochen dabei ist und das Klappern über Jahrzehnte geprägt hat. Für seine Verdienste wurde er im Jahr 2025 zum „Ehren‑Oberklappermeister“ ernannt. Mit Michael Jansen hat der Verein einen engagierten Nachfolger gefunden, der die großen Fußstapfen mit viel Herzblut füllt. Das Klappern bleibt damit ein lebendiger Bestandteil der Petersberger Identität.

 

Hierbei verwies Kircher an das ,,Ausklappern‘‘. Hierzu treffen sich alle Klapperkinder mit ihren jeweiligen Klappermeistern am Rathausplatz, um ein letztes Mal die Klappern ertönen zu lassen. Daher sind bereits jetzt schon alle Mitbürgerinnen und Mitbürger am Samstag, 4. April 2026, um 12.30 Uhr hierzu eingeladen.

 

Neben diesen beiden zentralen Themen blickte der Verein auf zahlreiche Aktivitäten zurück: Teilnahme am Petersberger Standortdialog, Vereinsausflug in die Rhön, Umbau der Alten Schule, Weihnachtsmarkt mit erfolgreicher Cafeteria sowie historischer Schulunterricht für Grundschulklassen. Ein zentrales Projekt war der erfolgreiche Umbau der sanitären Anlagen in der Alten Schule. Kircher würdigte besonders Martin und Rainer Helfrich, deren Einsatz das Vereinsleben erleichtert habe.

 

Der Vorsitzende hob zahlreiche weitere Helferinnen und Helfer hervor – vom Backhausteam über die Redaktion des „Fensters zur Heimat“ bis zur Handarbeitsgruppe. „Auf euch Mitglieder ist einfach Verlass. Erst ihr macht den Verein zu dem starken Verein, der wir sind“, so Kircher. Für 2026 plant der Verein weitere QR-code-Standorte, neue Veranstaltungen und richtet auch wieder sein Backhausfest aus. Dieses findet am Wochenende 22./23. August 2026 am Backhaus im "Alten Weiher" statt. Auch hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. 

 

In seinem Grußwort erwähnte Hartwig Blum die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und dem Heimatverein. Er führt aus, dass der Heimatverein eine Bereicherung für die Gesamtgemeinde darstellt und immer etwas für die Bürger anbietet. Er betonte die Bedeutung des Heimatvereins für die Identität und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gemeinde Petersberg.


Die Versammlung wählte den Vorstand turnusgemäß neu. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Theo Bott trat nicht erneut an. Kircher würdigte ihn als „Instanz“ des Vereins, der über viele Jahre nahezu jedes Projekt begleitet habe. Der neugewählte Vorstand setzt si
ch folgendermaßen zusammen:

 

Vorsitzender: Michael Kircher
Stellvertretender Vorsitzender: Martin Helfrich
Kassierer: Manfred Spiegel
Schriftführer: Stefan Goldbach

Beisitzer: Matthias Hau, Christoph Schmitt

 

Sei dabei - Osterklappern 2026

Ab sofort können die Petersberger Eltern ihre Kinder zum diesjährigen Osterklappern am 3. und 4. April 2026 anmelden.

 

Alle wichtigen Informationen dazu findest du hier.

Und hier geht's zur Online-Anmeldung (über Doodle, erstellt von unserem Vereinsmitglied Richard Hartwig).

 

 

Heimatverein bringt QR-Codes nach Petersberg

Unser Heimatverein verbindet Geschichte mit moderner Technik: Ab sofort informieren QR-Codes an historischen Gebäuden über die Geschichte Petersbergs. Die Idee entstand in einer Monatsversammlung, als Vereinsmitglied Markus Heil berichtete, dass er auf Reisen häufig auf QR-Codes an Sehenswürdigkeiten gestoßen sei. „In der Rhön gibt es so etwas bereits – warum nicht auch in Petersberg?“, erinnert sich der Vorsitzende Michael Kircher.

 

Der Vereinsvorstand griff die Idee auf und entwickelte das Projekt weiter. Zunächst wurde entschieden, sich auf historische Gebäude zu konzentrieren, um sowohl Touristen als auch Einheimische auf einfache Weise zu informieren. „Viele kennen zum Beispiel die alte Schule oder die Bonifatiuskapelle vom Vorbeigehen, wissen aber wenig über deren Geschichte“, erklärt Vorstandsmitglied Manfred Spiegel.

 

Die QR-Codes sind auf hochwertigen Metallplatten angebracht, die mit dem Gebäudenamen und dem Code versehen sind. Scannt man diesen mit dem Smartphone, gelangt man direkt zur Vereins-Homepage, wo prägnante Texte und historische Bilder aufbereitet wurden. Ein großer Dank gilt dabei Bernd Weber, der alle Texte verfasst und aus dem Archiv passende Bilder zusammengestellt hat. „Ohne ihn wäre das Projekt in dieser Form nicht möglich gewesen“, lobt der Vorsitzende Kircher.

 

Technisch verantwortlich für die QR-Code Implementierung auf der Homepage des Heimatvereins war hierbei das Mitglied Richard Hartwig, der als Administrator die Webseite verwaltet. Auch ihm ist der Heimatverein sehr dankbar, da es ohne seine umfassenden IT-Kenntnisse keinen funktionierenden QR-Code geben würde.

 

Auch die Eigentümer der Gebäude, die politische Gemeinde Petersberg sowie die Kirchengemeinde St. Lioba, unterstützten das Vorhaben und genehmigten die Anbringung der Platten.

 

Der nächste große Dank des Heimatvereins geht an das Vorstandsmitglied Theo Bott. Er übernahm die komplette Materialbeschaffung und alle handwerklichen Aufgaben die QR-Code Schilder betreffend. Durch sein großes Netzwerk hat sich ein regionaler Handwerker aus Dipperz gefunden, der den QR-Code in die Metall-Platten lasern kann. So sind die Codes wetterbeständig und auch bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos scanbar. Zudem übernahm Theo Bott die fachmännische Anbringung an die jeweiligen Gebäude.

 

Der Heimatverein Petersberg hat sich dafür entschieden, sämtliche Kosten der Platten zu übernehmen, da dieses Projekt der Allgemeint dienen soll. Jeder soll sich daran erfreuen können und etwas historisches Lernen können. Umso dankbarer ist der Vorstand über eine Spende des Neumitglieds Julia Dillenburger. Sie war von dem Projekt so begeistert, dass sie sich für eine Kostenübernahme von vier Platten entschieden hat. Julia Dillenburger hatte im Rahmen einer Feier um Spenden statt Geschenke gebeten und so kamen insgesamt 1.500 Euro zusammen, die sie auf verschiedene Projekte und Vereine verteilt hat. Der Dank gebührt daher ebenso ihren Gästen. Vorstandsmitglied Matthias Hau unterstreicht dies:,, Nur durch engagierte Mitglieder wie Julia Dillenburger, die großherzig und nicht eigensinnig handeln, können wir als Verein existieren und erfolgreich Projekte ausführen.‘‘

 

Vorsitzender Michael Kircher führt hierzu weiter aus: ,,Wir haben bewusst erstmal nur mit fünf QR-Codes angefangen, um auszuprobieren, wie dieses Medium angenommen wird. Sollte dieses Projekt erfolgreich sein, werden wir noch mehr QR-Codes, insbesondere auch in den Ortsteilen, installieren. Natürlich sind wir aber auch über jede weitere Spende auf unser Vereinskonto dankbar, damit dieses und weitere Projekte weiterhin stemmen können.‘‘ Zur Übersicht nochmal alle Orte mit den neuen QR-Codes:

 

-         Alte Schule

 -         Bonifatiuskapelle am Friedhof Petersberg

 -         Liobakirche

 -         Backhaus im Alten Weiher

 -         Propsteigarten

 

Jetzt heißt es: Petersberg neu entdecken, Smartphone zücken und Geschichte erleben! Rückmeldungen zum Projekt sind herzlich willkommen.

 

Über 100 Klapperkinder halten Tradition lebendig

Wenn schon am frühen Morgen Klappern ertönen und durch die Straßen gerufen wird, wissen die Petersberger: Die Klapperkinder sind wieder unterwegs. In diesem Jahr zogen 101 Kinder in acht Gruppen durch die Straßen und Gassen – und das bereits zum 30. Mal seit der Wiederbelebung der Tradition durch unseren Heimatverein im Jahr 1995. Die Petersberger bildeten eine der größten Klappergruppen in ganz Osthessen.

 

 

An Karfreitag um 6, 12, 14 und 18 Uhr sowie an Karsamstag um 6 und 12 Uhr ersetzen die Klapperkinder mit ihren hölzernen Instrumenten die Kirchenglocken, die von Gründonnerstagabend bis zur Osternacht schweigen. Dabei rufen sie lautstark „Wir rufen die Christen zur Kirche“ oder „Wir rufen zum englischen Gruße – Ave Maria“ und erinnern damit an die Gebetszeiten.

 

Die Kinder sind zwischen 9 und 19 Jahre alt. Mitmachen kann jeder ab der 3. Klasse – und das ist ausdrücklich ökumenisch gedacht. „Ökumene wird bei uns großgeschrieben“, sagt Oberklappermeister Felix Gaul  mit einem Augenzwinkern. So liefen in den vergangenen 30 Jahren neben Protestanten auch Verwandte und Bekannte aus Hamburg, Duisburg, Jena und Stuttgart mit. Selbst Austauschschüler aus Finnland, Frankreich und Spanien waren bereits dabei.

 

Die Klappern selbst sind verschieden: Es gibt Modelle für hohe und tiefe Töne sowie die besonders lauten mit Zahnrad und Holzbrett. Felix Gaul bietet für die Petersberger Klapperkinder die verschiedenen Klappern zum Kauf an und nimmt sie auf Wunsch später zurück. Die meisten Kinder behalten ihre Klapper jedoch als Erinnerung. Unser Verein  hatte das Klappern 1995 wieder ins Leben gerufen – und blickt nun auf 30 Jahre gelebte und geliebte Tradition zurück. Jedes Jahr werden die Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen an der Johannes-Hack-Schule und der Rauschenbergschule angeschrieben, um neue Klapperkinder zu gewinnen. Natürlich sind auch die „Altgedienten“ wieder herzlich eingeladen.

 

Organisiert wird das Ganze von Oberklappermeister Felix Gaul, der die Organisation der Gruppen mit viel Herzblut übernimmt. Vereinsvorsitzender Michael Kircher dankt ihm für seinen jahrzehntelangen Einsatz: „Ohne Felix wäre diese tolle Tradition so nicht möglich – wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet.“ Als Zeichen seiner Wertschätzung hat der Vorstand daher Felix Gaul zum Ehrenoberklappermeister ernannt. ,,30 Jahre Klappern ist ein Riesenerfolg – dieser Erfolg ist aber vor allem dein Verdienst, lieber Felix‘‘, so Michael Kircher. Um die Tradition weiter am Leben zu erhalten, bildet Felix Gaul im Laufe dieses Jahres daher einen oder mehrere neue Oberklappermeister aus. Die Idee ist, dass man die Last auf mehrere Schultern verteilt. ,,Felix Gaul selbst bleibt aber als Ansprechpartner und "graue Eminenz" erhalten, ganz im Sinne eines Ehrenoberklappermeisters‘‘, ergänzt hierzu Klappermeister Michael Jansen.

 

Natürlich darf auch das traditionelle Sammeln am Samstag nicht fehlen. Die Kinder ziehen durch den Ort, klingeln an Türen und erhalten Geld oder Süßigkeiten. Für viele springt dabei ein Betrag zwischen 30 und 35 Euro heraus – doch wie Klapperkind Leo sagt: „Das Geld ist gar nicht so wichtig. Hauptsache ist, dass man dabei ist.“

 

Der große Abschluss findet dann am Samstagmittag mit dem sogenannten Ausklappern an der Treppe am Rathausplatz statt. ,,Dann machen wir nochmal richtig viel Krach‘‘, erzählt der 10-jährige Noah. Ein Teil des gesammelten Geldes kommt auch einem guten Zweck zugute:  der  Caritas in Fulda. Somit können Vollwaisen in der Ukraine unterstützt werden. Im Jahr 2025 konnten so immerhin 300 Euro an die Caritas übergeben werden. Michael Kircher: ,,Dass die Petersberger Klapperkinder neben ihrem Klappereinsatz noch an andere Kinder in der Welt denken und freiwillig auf einen Teil ihres Geldes verzichten, ist aller Ehren wert. Aus diesem Grund sind wir sehr stolz auf unsere Petersberger Klapperkinder und organisieren sehr gerne als kleines Dankeschön das morgendliche Frühstück am Karsamstag.‘‘ Die „Klappermeister“, also die Jugendlichen und Erwachsenen, die die Gruppen begleiten, behalten stets den Überblick. Für sie gibt es am Samstagnachmittag ein geselliges Treffen als ein Dankeschön für ihre ehrenamtliche Unterstützung.

 

Nach 30 Jahren kann man sagen: Das Klappern ist längst mehr als nur Brauchtum – es ist fester Bestandteil des Ortslebens und ein lebendiger Ausdruck christlicher Gemeinschaft. Es ist gut für Petersberg, dass der Heimatverein diese Tradition aufrechterhält.